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Nummern:603
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617
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628
603

 

Tsubo, bauchig mit kurzem, zylindrischem Hals und wulstiger Lippe. Typischer ungereinigter, stark eisenhaltiger Bizen-Scherben, an einigen Stellen durch Reduktionsbrand grau gefärbt. Das bauchige Vorratsgefäß wurde ohne Töpferscheibe aufgebaut und in Form geklopft. An den Schultern hat sich gelbe Flugasche (Goma) abgesetzt, die zusammen mit den Brand-Effekten und Verfärbungen die Besonderheit und Qualität dieses Stücks ausmachen. Bizen, 12./13. Jh. H 40, ø (Boden) 18 cm. Sugi-Holzdose mit Expertise von Katsura Matasaburo, das Stück in die Kamakura-Zeit datierend. Eine Lesung und Übersetzung der Beschriftung der Dose liegen dem Stück bei.(15775)
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604

 

Tanetsubo (kleines Vorratsgefäß) mit kurzem, weitem Hals,in einen Wulst endend, mit zwei kleinen, schlaufenförmigen Ösen auf der abgesetzten Schulter. Der schwere, eisenhaltige Scherben wurde schwungvoll, wohl auf einer Handscheibe in einem Gang hochgezogen, die dabei entstandenen Unregelmäßigkeiten und Verformungen erhöhen die Dynamik des Gefäßes und waren gewollt. Die dramatische Zeichnung durch Brand-Effekte und Flugasche, die gelbe (goma) graublaue (aogoma) und schwarze Rückstände hinterließ, wie auch die Tatsache, dass der deformierte Hals genau an der richtigen Stelle (vorne, genau zwischen den Henkeln) eingedrückt ist, indizieren, dass es sich hier nicht um einen bäuerlichen Gebrauchsgegenstand, sondern um ein Teegerät handelt. Bizen, 16. Jh. H 18,3, ø 16,5 cm. In einer älteren, nicht zugehörigen Holzdose.(15775)
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605

 

Mizusashi in breit zylindrischer Form, auf der Handscheibe gedreht mit wulstigem Boden und wulstiger Mündung, deren ausgestülpte Öffnung von den Teemeistern 'Yahazu-guchi' genannt wird. Brand-Effekte und Flugasche kreierten eine dramatische Zeichnung des unglasierten Scherbens. Bizen, bezeichnet über dem Boden in kräftig eingeschnittenen sog. 'kamajirushi' mit zwei 'i' in katakana'. 16. Jh. H 19,3, ø der Öffnung 10 und am Boden 15,4 cm. Mit signierter Holzdose, die Expertisen der beiden führenden Keramik-Forscher, nämlich Katsura Matasaburo und Okada Soei in schriftlicher Form enthalten. Diese Details in romaji und ihre Übersetzungen liegen der Dose bei und stehen auf Rückfrage Interessenten zur Verfügung.(15775)
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606

 

Chawan mit Eisenmalerei unter der Glasur und angegossener Kupferglasur (sog. Ao-Oribe). Der helle, grobsandige Mino-Scherben wurde auf der Handscheibe zu einer zylindrischen Form mit wulstiger, abgesetzter Lippe hochgezogen. Der Rand wurde auf dem Rad mit einem Bambus- oder Eisenmesser (Hera) unregelmäßig abgeschnitten und der Korpus zu einer sog. 'Kutsugata' (benannt nach den Holzschuhen der Shintopriester) verformt. Auch der Fuß wurde recht grob mit einer Hera herausgeschnitten. Mit Eisenschlicker (Oni-ita) skizzenhaft bemalt: Ranken einer Schlingpflanze, direkt auf den ungebrannten Scherben, unter einer - ebenso wie die grüne Kupferoxyd-Glasur - angegossenen Aschen-Glasur. Form, Dekoration und Scherben typisch für den Motoyashiki-Ofen in Kujiri, Mino, aktiv ca. 1600 - 1630. Mino, A. 17. Jh. H 8,8, ø 12,8 - 14 cm. Kiriholz-Dose mit Expertise von Kikuda Kiyotoshi, Tokugawa-Museum.(15775)
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607

 

Mizusashi, sehr sorgfältig gedreht mit zwei grossen, ohrenförmigen Henkeln und Keramikdeckel. Auf einem flachen Standring im ersten Drittel leicht gewölbt, nach einer scharf abgesetzten Kante sich nach oben verjüngend mit einem gerundeten, nach innen abgesetztem Rand für den Deckel. Die Wandung ist im zentralen Drittel mit feinen Rillen verziert. Ganz glasiert mit einer Mischung aus Engobe und Asche, auf der Flugasche goma hinterlassen hat. Ein typisches Produkt des Übergangs vom Oribe zum Enshu-Stil. Töpfermarke (kamajirushi = kleiner in grossem Kreis). Bizen, um 1620. H 16 cm, ø Öffnung 9,7 und am Boden 12,8 cm. Holzdose mit Expertise von Katsura Matasaburo.(15775)
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608

 

Mizusashi, zylindrisch im Stil der Momoyama-Zeit. Der helle, wenig eisenhaltige Scherben (sog. weisses Bizen) wurde in zylindrischer Form hochgedreht. Die Auflage für den Deckel wurde im Stil der Yahazuguchi (Pfeilkerbe) aus der wulstigen Ausbuchtung gebildet, eine Taille wurde in der Mitte eingekerbt und das Gefäß vorne mit der Hand eingedrückt. Der unglasierte Scherben wurde im Brand durch in Salzwasser getauchte Strohseile rötlich verfärbt (Hidasuki). Form und Bearbeitung indizieren einen hochplastischen Ton, der trotz (absichtlich) sichtbarer Verunreinigungen hochgradig raffiniert sein muß. Dies belegt die Zuordnung in die späte Edozeit, die Matsuura ... in seinem Buch 'Yakimono ....Kantei (Tokyo, 1996) vornimmt. Unser Stück ist dort auf S. 76 abgebildet) mit der Bemerkung: 'Hidasuki ist nicht nur in der Momoyamazeit sondern auch in der Edozeit verwendet worden. Dass das hier abgebildete Mizusashi versucht den Hidasuki-Effekt zu imitieren, dies zeigt die schwache Ausbildung der rötlichen Verfärbung. Im Vergleich zu Momoyama-Hidasuki ist die Färbung eher braun." Allerdings ist das Mizusashi im Original nicht so braun wie in der zitierten Abbildung. Bizen, 1. Hälfte 19. Jh. H 16,5, ø: 16 - 17,5 cm.(15775)
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609

 

Tsubo (Vorratsgefäß) in der Form einer Linse des japanischen Abakus (Soroban). Rauher, eisenhaltiger Scherben ganz bedeckt mit einer glänzenden, grau-grünlichen Aschenglasur, außen nach unten dünn auslaufend. Karatsu, 17. Jh. Mit neuem Schwarzlack-Deckel. H 10,5, ø 18 cm. Nicht zugehörige Holzdose.(15775)
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610

 

Vase, hoch zylindrisch mit eingezogener, wulstiger Lippe mit dekorativen Henkeln mit Ringen auf der Schulter. Der schwere, stark eisenhaltige Scherben erscheint von Hand aufgebaut und später auf einer Scheibe so abgedreht, dass in den unteren zwei Dritteln Rillen entstanden. Bis auf geringe Spuren natürlicher Flugasche ist das Gefäß unglasiert. H 32,5, ø 16 cm. Diese sog. 'Namban'-Keramiken wurden in der Momoyama-Zeit von Portugiesen und Holländern aus Thailand importiert und erfreuten sich großer Beliebtheit in japanischen Teekreisen. Beschriftete Holzdose 'Namban Hanaike'. Thailand, 16./17. Jh.(15775)
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611

 

Tokkuri im Shino-Stil in unregelmäßig bauchiger Form, langem, schlankem Hals mit ausschwingender Öffnung (tsurukubi-Form). Heller, rauher Scherben mehrfach und unregelmäßig mit einer Asche-Silikon-Glasur überfangen. Unter der Glasur skizziert in Eisen stilisierte Gräser. Seto, 18.-19. Jh. H 16,5, ø 11,5 cm. Nicht zugehörige Kiriholz-Dose.(15775)
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612

 

Mizusashi im Momoyama-Stil. Konischer, sich nach unten verjüngender Behälter, wie er früher von Färbern benutzt wurde (onioke). Rauher, eisenhaltiger Scherben mit Einschlüssen, darüber Flugasche. Shigaraki, 19. Jh. H 14,3, ø 19,7 cm. Nicht zugehörige Sugiholz-Dose.(15775)
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613

 

Chawan. Dunkler, sehr sandiger, stark eisenhaltiger und nicht sehr plastischer Scherben auf dem Fussrad gedreht, dabei wurde auf halber Höhe die Wandung nach außen gedrückt, was der Schale die für 'Kakinoheta' typische Form verleiht. Insbesondere innen sind Spuren eines spitzen Instrumentes erkennbar, mit dem die Schale ausgedreht wurde (Kugibori). Außer unregelmäßigem Asche-Anflug keine weitere Glasur. Goldlackreparatur. Korea, 17./18. Jh. H 7,8, ø 13,5 cm. Holz-Dose.(15775)
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614

 

Chawan, breit zylindrisch mit leicht eingezogener und gerillter Wandung, auf weitem, kurzem, leicht ausgestelltem Standring. Kantiger, leicht gerundeter Lippenrand. Harter, grau gebrannter Scherben mit wenigen rötlich-braunen Eisenspuren, fast ganz bedeckt innen und ausßen mit einer matt glänzenden, dicht krakelierten, hellgrauen, stellenweise grünlichen Glasur mit feinen Eisenpunkten. Bez. mit Siegel: Yamazaki. Späte Edo-Zeit. H 6,1, ø 10 cm.(15752)
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615

 

Kleiner Winter-Chawan mit steiler Wandung, kräftig eingedrückt, auf kurzem, sternförmigem Standring. Im Spiegel und auf der Außenwand in kräftigem Relief springende Pferde, eines an Pfeilern angebunden, darüber reliefiert das Ura-Wappen der Soma. Harter, beige-grau gebrannter Scherben, ganz bedeckt mit einer glänzenden, grauen Glasur mit dichten Eiseneinschlüssen, Details bei den Reliefs vergoldet. Soma. Meiji-/Taisho-Zeit. H 7,4, ø 7,3 cm.(15752)
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616

 

Uzumashi (Gießgefäß zum Umgießen des kochenden Wassers bei der Sencha-Zeremonie), flach bauchig mit weitem, geradem Rand und kurzer Tülle, auf weitem Standring mit Hohlboden. Harter, dunkelgrau gebrannter Scherben, ganz bedeckt mit einer milchig grauen, matten, dicht krakelierten, nach unter poriger werdenden Glasur. Im Spiegel ist die dicke Glasur wie geronnen zusammen gelaufen. Agano, Chikzuzen Prov. 17./18. Jh. Br 14,2 cm.(15752)
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617

 

Chaire, bauchig mit kurzem, weitem Hals. Standfuß mit Itokiri. Harter, rotbraun gebrannter, typischr Takatori- Scherben, bedeckt mit einer glänzenden, wenig porigen, dunkelbläulich-türkisfarbenen Glasur mit dichten Eisenprenkeln. Bakumatu/Meiji. H 6,8 cm. Elfenbein-Deckel.(15765)
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Nummern:603
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